
Presseerklärung
Fritz Kuhn in Geislingen
Grüner Fraktionsvorsitzender spricht mit WMF-Vorstand und Geislinger Betriebsräten
Bei seinem Besuch im Kreis Göppingen machte Fritz Kuhn vergangenen Donnerstag auch Station in Geislingen. Bei einem Besuch der WMF ließ er sich von Vorstandsmitglied Dr. Rudolf Wieser die Geschäftslage des Konzerns erläutern und das Firmengelände zeigen. Im Anschluss traf er sich mit Gewerkschaftern zu einem Gedankenaustausch in der Seemühle, bevor er zu seiner Vortragsveranstaltung im Uditorium nach Uhingen weiterreiste.
Fritz Kuhn, der auf Einladung des Göppinger Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gekommen war, ist seit Gründung der grünen Partei einer ihrer prominentesten Vertreter. Der gebürtige Mergentheimer und heutige Heidelberger war in den achtziger Jahren Fraktionsvorsitzender der Grünen im baden-württembergischen Landtag und arbeitet seit 1992 als Bundestagsabgeordneter, unterbrochen nur von zwei Jahren, in denen er den Parteivorsitz innehatte. Seit 2005 fungiert er als Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag.
Im Namen der WMF begrüßte Dr. Rudolf Wieser den grünen Wirtschaftsexperten, der in Begleitung des Kreisvorsitzenden der Grünen Walter Kißling und des grünen Bundestagskandidaten Bernhard Lehle zu einer Betriebsbesichtigung erschienen war. In freundlicher Atmosphäre erläuterte Wieser, wie der Konzern bislang noch vergleichsweise glimpflich durch die Wirtschaftskrise gekommen sei. Bei der anschließenden Betriebsbesichtigung standen immer wieder Fragen der Material- und Energieeffizienz sowie der Sicherung von Produkt- und Servicequalität als essentiellen Voraussetzungen nachhaltiger Standortsicherung im Mittelpunkt. Dennoch seien Teilauslagerungen in Billiglohnländer aus Wettbewerbsgründen unerlässlich, betonte Wieser.
Letzteres wurde naturgemäß deutlich kritischer gesehen im anschließenden Gespräch mit den WMF-Betriebsräten Manfred Scheck, Jürgen Peters und Hüseyin Öncü, odelo-Betriebsrat Harald Preiss und dem Personalratsvorsitzenden der Geislinger Stadtverwaltung, Rudi Ebert. Die Arbeitnehmervertreter beklagten insbesondere ihren geringer gewordenen Einfluss auf die Geschäftspolitik. Dies sei unter anderem veränderten Einstellungen im Management geschuldet, sowie Folge von Öffnungsklauseln in Flächentarifverträgen, die die Belegschaften vor Ort oftmals leichter erpressbar machten. Kuhn erläuterte auf interessierte Nachfragen die Eckpunkte des grünen Wahlprogramms zur Wirtschafts- und Sozialpolitik, das die Schaffung von mindestens einer Million zusätzlicher Arbeitsplätze durch ein Investitionsprogramm in Bildung, Klimaschutz und Gesundheit sowie einer Umgestaltung der Sozialsysteme vorsehe.
Erscheinungsdatum: Freitag, 26.06.09
Pressebericht der GZ 03.07.09...
